Grândola
Grândola ist der Alentejo-Ort aus dem Lied, das die Revolution von 1974 einläutete – ein ruhiger Ort inmitten von Korkeichenwäldern zwischen Lissabon und der Küste.

Grândola ist ein Name, den jeder Portugiese kennt: Es ist der Ort aus dem Lied Grândola, Vila Morena. Das Signal wurde am 25. April 1974 um 12.20 Uhr ausgestrahlt und setzte die Nelkenrevolution in Gang. Doch jenseits des Liedes liegt hier ein lebendiger Ort im Alentejo am Rand der Korkeichenwälder – gelassen, bodenständig und auf stille Weise schön.
Kork, Bergwerke und ein verbotenes Lied
Der Ort entstand rund um die Korkeichen-Montados, eine gepflegte Kulturlandschaft, die Portugal zum weltweit führenden Korkproduzenten macht; ungefähr die Hälfte der Gemeinde ist von Korkeichenwald bedeckt. Die Eisenbahn kam 1861 und brachte einen Aufschwung der Korkverarbeitung. In der Pyritmine von Lousal, die von 1900 bis 1988 betrieben wurde, entstand ein ganzes Werksdorf, das heute ein Bergbaumuseum beherbergt. In den 1960er-Jahren sang José Afonso hier ein Lied über einen Ort, in dem das Volk regiert – es wurde von der Diktatur verboten und ist seitdem unvergessen.
Sehenswertes
- Die Korkeichenhügel der Serra de Grândola.
- Das Museumsdorf der Mine von Lousal.
- Der Bahnhof mit seinen Azulejo-Tafeln.
- Die Praça Marquês de Pombal und die Pfarrkirche.
- Die Straße nach Melides und zu den Küstenlagunen.
Praktische Informationen
Grândola liegt an der Autobahn A2, etwa anderthalb Stunden südlich von Lissabon, und hat einen eigenen Bahnhof an der Strecke Lissabon–Algarve. Der Ort ist ein ruhiger Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Stränden von Melides und Carvalhal sowie zur Halbinsel Tróia, die alle in der Gemeinde liegen.
Bildnachweis: Grândola, Foto von Jcornelius — CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
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