Castelo de Serpa
Die Mauern von Serpa umschließen eine ganze mittelalterliche Stadt in der Ebene des Alentejo. Überragt wird sie von einem Aquädukt aus dem 17. Jahrhundert und einem monumentalen Wasserrad.

Die Burg von Serpa ist keine einzelne Festung, sondern eine ganze befestigte Stadt: eine mittelalterliche Ummauerung auf einem Hügel über der Ebene des Alentejo, gekrönt von einem Aquädukt und einem monumentalen Wasserrad, die zum Wahrzeichen des Ortes geworden sind. Die Mauern und die weiß getünchten Altstadtgassen innerhalb der Befestigung stehen unter Denkmalschutz und machen Serpa zu einem besonders lohnenden Ziel im Baixo Alentejo.
Eine Festung an der Grenze
Die Mauren befestigten den Ort im 8. Jahrhundert. Im 12. und 13. Jahrhundert eroberten christliche Truppen die Festung mehrfach und verloren sie wieder, bis sie 1232 endgültig gesichert wurde. König Dinis verlieh dem Ort 1295 eine Stadtrechtsurkunde und ließ die Befestigungen erneuern. Am westlichen Abschnitt der Mauern leitete ein Aquädukt aus dem 17. Jahrhundert Wasser aus einer großen Nora – einem auf einem Brunnen montierten Wasserrad – zum Palast der Grafen von Ficalho, dessen Herrenhaus noch an der Mauer steht. Während des Spanischen Erbfolgekriegs wurde die Burg schwer beschädigt, als 1707 ein Pulvermagazin explodierte.
Sehenswertes
- Die Tore von Moura und Beja, flankiert von zylindrischen Türmen.
- Das Aquädukt und die große Nora, das Wahrzeichen Serpas.
- Das archäologische Museum innerhalb der Mauern.
- Die Igreja de Santa Maria und der Uhrturm.
- Der Ort selbst: weiß getüncht, beschaulich und voller Azulejo-Details.
Praktische Informationen
Serpa liegt im Bezirk Beja, nahe der spanischen Grenze und etwa 30 Kilometer von der Stadt Beja entfernt. Die Mauern und Gassen können jederzeit kostenlos erkundet werden; das Museum hat reguläre Öffnungszeiten. Der Ort ist außerdem Heimat des berühmten Käses Queijo de Serpa und des von der UNESCO anerkannten Cante Alentejano.
Bildnachweis: Castelo de Serpa, Foto von Senhormario — CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Erlebnisse


