Ruínas Romanas de São Cucufate
Die römische Villa von São Cucufate nahe Vidigueira zählt zu den bedeutendsten römischen Stätten Portugals – ein Herrenhaus, das später zu einem mittelalterlichen Kloster wurde.

Aus den Weizenfeldern südlich von Beja erheben sich die Ruínas Romanas de São Cucufate, eine der bedeutendsten römischen Stätten Portugals. Hier stand eine große ländliche Villa – teils Bauernhof, teils Herrenhaus. Ihre monumentale Fassade gibt Besuchern noch fast zweitausend Jahre nach ihrer Errichtung Rätsel auf und beeindruckt sie.
Eine Villa wird zum Kloster
Der Ort war zunächst im späten Neolithikum besiedelt. Später befand sich hier ein römisches Landgut, das durch mehrere Bauphasen zu einer luxuriösen Residenz mit Bädern und Tempel erweitert wurde. Im Mittelalter richteten Mönche das verlassene Herrenhaus als kleines, São Cucufate gewidmetes Kloster ein. Sie hinterließen mittelalterliche Fresken, die noch heute zu sehen sind. Bei Ausgrabungen im 20. Jahrhundert wurden nicht nur eine, sondern drei nacheinander errichtete Villen entdeckt. 1947 wurde die Anlage zum Nationaldenkmal erklärt.
Sehenswertes
- Die monumentale zweigeschossige Fassade und ihre seltene gewölbte Galerie.
- Überreste der Bäder und des Tempels.
- Mittelalterliche Fresken in der ehemaligen Klosterkirche.
- Der mittelalterliche Friedhof der Mönche hinter der Villa.
- Das Museumszentrum in der Casa do Arco in Vila de Frades.
Praktische Informationen
São Cucufate liegt nahe dem Dorf Vila de Frades in der Gemeinde Vidigueira, etwa 20 Kilometer von Beja entfernt. Die Stätte wird von Património Cultural, I.P. verwaltet. Informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Öffnungszeiten, da das archäologische Gelände derzeit saniert wird. Die Region ist außerdem für ihre Talha-Weine bekannt.
Bildnachweis: Ruínas Romanas de São Cucufate, Foto von Bextrel — CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
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